Endlich steh ich wieder in der Küche (und schon tut der Rücken wieder weh^^) und obendrein noch mit meinem Chef als kellner. War zu Anfang recht seltsam aber nach zwei Tagen kann er das bereits besser als meine Kollegin die nicht mehr da ist und für die er eingesprungen ist. Und das obwohl, wie ich heute erfahren durfte, sie zwei Ausbildungen hat und zwar beide als Kellner (einmal im Osten und nach der Wende nochmal im Westen^^) mhh vieleicht sollte sie noch eine dritte machen^^
Kaum zu fassen was ich die letzten Tage gemacht habe. Löcher gebohrt, Kabel verlegt, mit ner Stichsäge große Teile aus Kühltruhen geschnitten, Fugen verdichtet. Langsam werd ich zum Handwerker. Ich trau mir schon fast zu ein Bild gerade an die Wand zu bringen… mh ok mal nicht übertreiben^^. Na Gott sei Dank hab ich den Großteil der Arbeit dieser Art fertig. Ab jetzt heißt es nur noch Karte fertig schreiben und Küche auf Vordermann bringen naja und n bissl sauber machen. So langsam müssten auch mal Kellner und so eingestellt werden^^
aahhh ich dreh durch >.< Ich schreibe gerade die Speisekarte für die nächste Saison und da wir sozusagen das gesamte Konzept verändert haben (also vegetarische und Fischgerichte zum größten Teil) fängt die Arbeit quasi bei null an. Hätte früher nie geahnt wie schwer das sein kann. Ich dachte immer nur „och Karte schreiben? Da such ich mir n paar Gerichte ausm Internet und fertig“ aber so leicht isses leider nicht. Zum Beispiel muss der Einkauf berücksichtigt werden. Wenn ich für jedes Essen andere Zutaten brauche und sich kein Rohstoff wiederholt würden mir sehr Oft Lebenmittel verderben weil ich sie nicht loswerde. Dann soll es auch was besonderes sein was es hier nicht an jeder Ecke gibt aber es darf nicht zu besonders sein weil wenns keiner kennt bestellts auch fast keiner. Dann soll es nicht zu einfach klingen aber auch nicht zu hochgestochen usw. Das ist ein sehr Schmaler Grad den ich zu treffen versuche. Dann meinte mein Chef noch man müsse einen roten Faden in der Speisekarte erkennen können. Das konnte ich schon zu Schulzeiten in den Aufsätzen nicht … das kann ja was werden.
Wie oft hab ichs schon gehört? Man is in eile und bekommt irgendeine Information die einen gerade mal überhaupt nicht interessiert und sagt ohne einen bösen gedanken „ja ja“. Ma schiebt es damit erst mal nach hinten und gibt dem anderen zu verstehen das man ihn gehört hat aber grad keinen Nerv dafür hat. und promt kommt dieser geliebte Satz „ja ja heisst leck mich am Arsch“. Sind die Menschen die das sagen paranoid weil sie glauben alles was man zu ihnen sagt sei böse gemeint oder plappern sie einfach alles von anderen Menschen oder aus Filmen (wie in dem fall Werner) nach? Was es auch ist es nervt mich und zwar so sehr das ich etwas dagegen tun muss.
Ich habe deswegen in meinem Betrieb gestreut das „ja ja“ „ich hab dich lieb“ heisse. Das hat zwei Vorteile. Zum Ersten kommt nicht jedesmal dieser bescheuerte Satz als Antwort und zum Zweiten ist es ganz einfach in stressigen Situationen die Motivation oder Stimmung zu heben. Denn selbst wenn der Andere mit „ja ja“ wirklich „leck mich am Arsch“ meinen sollte verstehe ich „ich hab dich lieb“ und sage „ich dich auch“ dann merkt der Andere was er grade gesagt hat und ist auch wieder gut gelaunt. Es sorgt also für ein entspannteres Arbeitsklima wenn man einfach einer mißverstandenen Wortgruppe eine positive Bedeutung zuweist. Ich sollte mal nach anderen Mißverständnissen dieser Art suchen.
Ja endlich hab ich mich dazu überwunden ein Blogger zu werden. ich glaub ich hab schon 4 oder 5 mal angefangen mich zu registrieren und hab denn wieder gedacht „och ne was sollste das schreiben“ aber da fällt mir schon was in denke ich^^.
Heut is wieder einer von diesen tagen die man am liebsten aus dem Kalender streichen möchte. dabei hab ich heute frei mhh. hab ewig lange geschlafen obwohl ich ne recht große aufgabenliste hab und als erstes wurde ich heut früh von der arbeit angerufen das schon wieder alles mit den Bestellungen schief gelaufen ist. Mir wurde gesagt das der Lieferant jede woche die artikelnummern ändert, also muss ich jede woche die artiklnummern aus den emails fischen. super, echt.
naja jetzt werd ich erst mal frühstücken und dann ganz langsam mein zeug erledigen und was ich nicht schaffe verschieb ich auf morgen. immerhin heißt es ja „was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen“ was ich also nicht besorgen kann, kann ich getrost verschieben^^ gott segne die sprichworte.